Pflegeausbildung in Niedersachsen

Ausbildung

Ausbildungsdauer

Seit dem 1. Januar 2020 tritt das im Juli 2017 verkündete neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Damit werden die bisherigen Ausbildungen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege zusammengelegt. Nach zwei Jahren gemeinsamer generalistischer Ausbildung eröffnet sich den Auszubildenden dadurch folgende Möglichkeit:

Sie können zwischen einer Spezialisierung in der Altenpflege bzw. Kinderkrankenpflege oder der Fortsetzung der der Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau wählen.

Die Pflegeausbildung kann als eine dreijährige Vollzeitausbildung oder eine teilzeitorientierte Ausbildung, d. h. als berufsbegleitende Ausbildung durchlaufen werden. Dies gilt für Erstauszubildende sowie wie für UmschülerInnen. Liegen bestimmte berufliche Vorkenntnisse vor, kann die Ausbildungsdauer auf Antrag verkürzt werden (z. B. nach erfolgreicher Ausbildung zum Altenpflegehelfer mit sehr guten oder guten Gesamtleistungen oder bei langjähriger Berufserfahrung).

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung umfasst 2.400 UE in der Schule und 2.500 Ausbildungsstunden in der Praxis. Die theoretische Ausbildung und deren Transfer in die Praxis umfasst folgende Lernbereiche:

 

Berufsbezogener Lernbereich

· Theoretische Grundlagen in das pflegerische Handeln einbeziehen

· Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren

· Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und Therapie

· Anleiten, Beraten und Kommunizieren

· Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung

· Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit

· Pflege als Beruf

· Optionale Lernangebote

 

Berufsübergreifender Lernbereich

· Deutsch/Kommunikation

· Fremdsprache/Kommunikation

· Politik

· Relogion

Praktische Ausbildung

Arbeiten und Lernen im beruflichen Alltag
In dem Ausbildungsbetrieb als kontinuierlichen Bezugspunkt während der Ausbildung gewinnen Sie in wiederkehrenden praktischen Ausbildungsphasen Sicherheit im praktischen Handeln und üben Verantwortung in Ihrem pflegerischen Handeln zu übernehmen.

 

Transfer zwischen Praxis und Theorie
Die enge Abstimmung zwischen Ihrem Ausbildungsbetrieb (stationäre oder ambulante Pflege) und unserer Pflegeschule durch regelmäßige Praxisbegleitungen und fachpraktischen Unterricht macht Ihren Arbeitsplatz zum Lernort.

In der praktischen Ausbildung lernen Sie stationäre und ambulante Einrichtungen kennen. Das erleichtert die Entscheidung für Ihr künftiges Arbeitsgebiet:

· Alten- und Pflegeheim,

· Kurzzeit- oder Tagespflegeeinrichtung,

· Reha-Einrichtung oder

· geriatrische Abteilung im Krankenhaus, Altentagesstätte oder Sozialstation

 

Perspektiven entdecken – Praktika als Chancengeber
Die vorgesehenen fachpraktischen Einsätze in alternativen Einrichtungen gibt Ihnen in der Ausbildung die Möglichkeit zur Erweiterung Ihres Erfahrungshorizontes, zur Variation und Ausweitung praktischer Fähigkeiten sowie zur Findung Ihrer eigenen späteren beruflichen Ausrichtung. So absolvieren Sie mindestens zwei Praktika außerhalb Ihres Ausbildungsbetriebes (max. 12 Wochen).

Schulische Ausbildung

Erwerben von Fachkompetenzen
Unsere Lehrkräfte der Pflegeschule vermitteln Ihnen Kenntnisse über theoretische Grundlagen der Pflege, Lebenswelten und soziale Netzwerke alter Menschen, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen sowie über die Pflege als Beruf.

 

Umsetzung des Erlernten im praktischen Unterricht
Um Sicherheit und Souveränität in der Berufsausübung zu erlangen, lernen Sie wie Sie hilfe- und pflegebedürftige Menschen im Alltag unter anderem bei der Körperpflege oder bei der Essensaufnahme unterstützen können. Hinzu kommt eine Vielzahl von pflegerischen Maßnahmen zur Verbesserung oder Förderung des Gesundheitszustandes oder zur Vermeidung von Folgeerkrankungen, z.B. durch Bewegungsfördernde Maßnahmen. Sie erlernen Maßnahmen zur Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie wie z.B. Vitalzeichenkontrollen oder Injektionen.

 

Entwicklung sozialer Kompetenzen und die Arbeit im Team
Theorie und Praxis gehen Hand in Hand. Geschult wird hier Ihr Wahrnehmungsvermögen, Ihre Selbstorganisation, Ihre innere Beweglichkeit, Ihre Teamfähigkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein. Alles zusammen bestärkt Ihre situative Handlungskompetenz.

Berufsbild

Pflege-apm

In der Pflege geht es insbesondere um Menschen, jeder für sich ein Individuum mit einer eigenen Biographie. Durch die eintretende Pflegesituation entsteht i. d. R. ein hoher Unterstützungsbedarf in den Bereichen Pflege, Betreuung und Zuwendung.

Nicht jeder alte Mensch ist pflegebedürftig! Doch es gibt auch immer mehr ältere Menschen, die krank, pflegebedürftig oder behindert sind und somit intensive Betreuung benötigen. Genau wie junge Menschen brauchen diese Menschen immer und unbedingt soziale Kontakte, menschliche Nähe und Zuwendung.

Die Unterschiedlichkeit der Bedürfnisse von zu Pflegenden spiegelt sich in den Aufgaben wieder. Pflegefachmänner/-frauen bzw. Altenpflegerinnen und Altenpfleger (AP)

· betrachten den Menschen im Ganzen: Körper, Geist, Seele und soziales Wesen

· erkennen und beurteilen die Fähigkeiten, Möglichkeiten, Bedürfnisse und Probleme der zu pflegenden Menschen

· planen die individuelle Betreuung und Pflege und führen sie aus

· dokumentieren den Verlauf der Pflege und werten die gewonnenen Daten aus

· arbeiten selbstständig innerhalb eines Teams

Pflege verbindet lebendige Beziehungsarbeit mit pflegerischem Handeln. Sie erfordert eine solide fachliche Ausbildung, soziale Kompetenz, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und eine gute Beobachtungsgabe sowie Interesse an medizinischen Zusammenhängen. Viele dieser Aufgaben werden, ebenso wie organisatorische Pflichten und Verwaltungsaufgaben, eigenverantwortlich erledigt und bieten viel Raum für Kreativität!

Karrierechancen

Bildung ist Zukunft

Der Beruf der Pflege bietet vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb eines breiten Spektrums von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Absolventen der Pflegeschule können bundesweit in allen Einrichtungen der Altenhilfe tätig werden. Sie können sich nach abgeschlossener Ausbildung zwischen vielen interessanten Arbeitsfeldern entscheiden ohne sich dabei für immer festzulegen:

· stationäre Pflege (Heim) und teilstationäre Pflege (Tages- oder Nachpflege)

· ambulante Pflege (Privatunternehmen oder frei-gemeinnützige

  Wohlfahrtsunternehmen)

· Krankenhaus

· Reha-Klinik

· Gerontopsychiatrie (Fachkraftausbildung)

· Behinderteneinrichtung

· Pflege und Betreuung in Wohngruppen

· Arbeit in der Palliativmedizin (ebenfalls stationär oder ambulant)

· Sanitätshaus u. v. m.

 

Ein großes Spektrum bieten nach der Ausbildung auch die vielen Fort- und Weiterbildungsangebote, wie z.B. (je nach Voraussetzung):

· Wohn- und Pflegegruppenleitung

· Pflegedienstleitung

· Fachkraft in der Gerontopsychiatrie

· Leitung eines Fachseminars für Altenpflege

· Leitung eines ambulanten Dienstes oder einer Sozialstation

· Studium in den Bereichen Pflegemanagement, Pflegepädagogik

 

Eines ist jedoch sicher:

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werden AltenpflegerInnen mehr denn je gebraucht. Jetzt und in Zukunft!

 

Kontakt

apm Niedersachsen gGmbH
apm Pflegeschule Osnabrück
Möserstraße 54c
49074 Osnabrück
Tel. +49 541 330995-55
Fax: +49 541 330995-69
E-Mail: osnabrueck@apm-nds.de

apm Niedersachsen gGmbH
apm Pflegeschule Oldenburg
Hansa-Ring 40/44
26133 Oldenburg
Tel. +49 441 485514-20
Fax: +49 441 998742-58
E-Mail: oldenburg@apm-nds.de