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Deeskalierende Pflege demenziell veränderter Menschen

Weiterbildung-apm

Start Datum

13.11.2019

Unterrichtszeiten

10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Umfang

8 Ustd.

Veranstaltungsort

apm gGmbH, Alte Straße 65, 44143 Dortmund

Preis

125,00 €
bpa-Mitglied: 57,00 €

Abschluss

Teilnahmebescheingung

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive des bpa auf Bundesebene erhalten alle bpa Mitglieder auf Teilnahmegebühren für Halbtages- und Tagesseminare sowie auf Pflegeberaterkurse, die bis zum 31.12.2021 stattfinden, einen Nachlass in Höhe von 40% bei Teilnahme.

Gewalt und Aggression stellen in der Pflege ein mehrdimensionales Phänomen dar. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine bedeutsame Rolle. Selten lassen sich 'Opferrolle' und Täterschaft' klar und eindeutig voneinander trennen. Dramatisierung und wertende Empörung helfen dabei Beteiligten wie Betroffenen im Alltag nicht weiter.

Zielgruppen

Pflegefach- und Pflegehilfskräfte, Leitungskräfte

Inhalte

Die folgenden Schwerpunkte stehen in diesem Seminar im Vordergrund:
1. Phänomene der Gewalt erkennen und sie von anderen Phänomenen (bspw. Aggression) unterscheiden können

2. Prädisponierenden (biografisch angelegten), vermittelnde und auslösenden Gewaltfaktoren (Trigger) differenzieren und erkennen können
3. Hermeneutische Fallarbeit zur Analyse von Gewaltphänomen und zur Generierung 'kollektiv bindender Entscheidungen' im Pflegeteam
4. 'Sich selbst schützen können' - sich eine assertive Haltung aneignen Methoden: Impulsvortrag, Diskussion, Erfahrungsübungen anhand konkreter Praxisbeispiele, Gruppenarbeit

Ziele

Das Seminar bietet Pflegenden auf zwei Ebenen Unterstützung:

Zunächst wird in einem ersten Schritt die Vielschichtigkeit bzw. Mehrdimensionalität des Gewaltphänomens herausgearbeitet. Dabei werden unterschiedliche Faktoren, die zur Gewaltentstehung beitragen, veranschaulicht. Hierzu gehören (i.S. des polykontextrualen Ansatzes nach W. Vogd, 2011) u.a.
1. die jeweiligen pflegerischen Interventionen (das pflegerische Handeln und Nicht-Handeln),
2. die Interaktionen (die Beziehung zwischen Pflegenden und pflegebedürftigen Menschen),
3. die eigene professionelle Haltung der Pflegenden,
4. die Teamorientierung der Akteure,
5. sowie die organisationalen Regelwerke
In einem zweiten Schritt werden Handlungskompetenzen und präventive Aspekte vertieft. Dabei werden Herangehensweisen erörtert, die eine Konfrontation erkennen und vermeiden helfen und dort, wo diese bereits entstanden ist (bspw. in akuten Bedrohungssituationen), deeskalierend wirken können. Da wir den demenziell veränderten Menschen in seinen Verhaltensweisen nicht ändern können, lautet das Motto des Seminaransatzes:

Änderung geht nur über Selbständerung der Akteure.

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