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Gewaltschutz in der Pflege und der sozialen Betreuung

Weiterbildung-apm

Start Datum

27.11.2019

Unterrichtszeiten

Jeweils 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Umfang

16 Ustd.

Veranstaltungsort

apm gGmbH, Friedrichstraße 19, 40217 Düsseldorf

Preis

220,00 €
bpa-Mitglied: 176,00 €

Abschluss

Teilnahmebescheinigung

Gewalt gegenüber pflegebedürftigen Menschen beginnt im Nicht-Beachten und Nicht-Ernstnehmen der Pflegebedürftigen und kann über Drohungen und Einschüchterungen bis hin zu körperlicher Gewalt gehen.
Die Problematik ist jedoch nicht nur einseitig zu betrachten: Auch alte und kranke Menschen neigen eventuell zu Aggressionen und Gewalt gegenüber den Mitarbeitenden, was sich von Beschimpfungen über Verweigerungshaltung bis hin zu Schlagen und sexuellen Übergriffen äußern kann.
Im neuen WTG, das im Oktober 2014 in Kraft getreten ist, werden erstmalig Anforderungen zum Thema Gewaltschutz bzw. Implementierung eines Gewaltschutzkonzeptes formuliert. Damit gewinnt dieses Thema eine besondere ordnungsrechtliche Bedeutung. Einrichtungen müssen geeignete Maßnahmen zum Schutz der zu Pflegenden vor jeder Form von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch treffen und die MitarbeiterInnen entsprechend schulen. Diese Seminarinhalte sollen Sie hierzu unterstützen.

Zielgruppen

MitarbeiterInnen aus ambulanten, teil- oder vollstationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen

Inhalte

1. Seminartag
- Ursachen und Auswirkungen von Gewalt und Aggressionen
- Maßnahmen zur Vorbeugung (Gewalt-Prävention)
- Verhalten gegenüber aggressiven Pflegebedürftigen
- Reaktionen und Verhalten auf beobachtete Gewalt von KollegInnen und Angehörigen
- Erklärungsansätze
- Analyse von aggressionsauslösenden und –fördernden Situationen
- Interaktionsmuster
- Bewältigungsstrategien / Professionelle verbale Deeskalation
Die theoretischen Grundlagen der Thematik sowie Bewältigungsstrategien werden vermittelt und von den TeilnehmerInnen erlebte Erfahrungen diskutiert.
2.Seminartag
- Kennenlernen der 5 Grundtechniken der „realistischen“ Selbstverteidigung (defence & care)
- Anatomische Grundkenntnisse
- Analyse situationsbezogener Fallbeispiele wie: Heftige Auseinandersetzung, Würgen am Hals, Schwitzkasten, Schlagen mit dem Gehstock, Verwenden spitzer Gegenstände, Trennen zweier Parteien im Streit, Gewalt aus dem Rollstuhl, Hilfsmittelkunde, unsittliche Berührungen, Haare ziehen
- Fallbeispiele der SeminarteilnehmerInnen / Lösungswege
- Mögliche Dokumentationsform der Gewaltsituation bzw. Gewaltprävention

Der Zeitraum zwischen den zwei Seminartagen dient dem bewussten Sammeln von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der am ersten Seminartag behandelten Inhalte. Diese werden am 2. Seminartag gemeinsam reflektiert.

Ziele

Gewalt passiert in der Pflege und Betreuung – jeden Tag! Darum ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Gewalt“ ein sehr wichtiger Bestandteil der Professionalität. Die TeilnehmerInnen erlernen den professionellen Umgang mit gewalttätigem Verhalten und wie sie angemessen reagieren (Deeskalationsmethoden) und sich ggf. selbstverteidigen können.

AnsprechpartnerIn